Sternstunden im Advent – Ein besonderer Start in den Schultag
In der diesjährigen Adventszeit wurde es an unserer Grund- und Mittelschule schon früh am Morgen besonders stimmungsvoll: Die sogenannten Sternstunden luden die Kinder freiwillig ein, donnerstags den Tag gemeinsam ruhig und besinnlich zu beginnen. Eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn trafen sich die Schülerinnen und Schüler zu Tee und Plätzchen, um in gemütlicher Atmosphäre zur Ruhe zu kommen.
Was als kleines Angebot gedacht war, entwickelte schnell eine große Anziehungskraft. Bereits bei der ersten Sternstunde nahmen über 40 Kinder teil. In einer weiteren Woche waren es sogar 68 Kinder aus den Klassen 1 bis 6, die sich gemeinsam auf den Advent einstimmten – ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie sehr dieses Angebot angenommen wurde.
Nach dem gemeinsamen Ankommen wurde gesungen und gebetet. Im Mittelpunkt der Andacht stand eine fortlaufende Erzählung: „Habakuk und seine Schafe“ . Woche für Woche hörten die Kinder ein weiteres Stück der Geschichte und begleiteten den Hirten Habakuk auf seinem Weg. Jede Woche gab es auch etwas zum Mitnehmen, ein Gegenstand oder ein Auftrag begleitete die Kinder so die gesamte Woche bis zur nächsten Sternstunde. Besonders berührend waren die vier Schafe, die den Hirten Habakuk begleiteten: das Verletzte, das Ängstliche, das Fremde und das Wiedergefundene. Viele Kinder fanden sich in diesen Figuren wieder und hörten aufmerksam zu.
Ein besonderes Highlight war, dass die Geschichte nicht an der Schultür endete. Die Eltern erhielten per E-Mail den Fortgang der Erzählung, sodass sie am Heiligen Abend zu Hause gemeinsam mit ihren Kindern hören können, wie Habakuk und seine vier Schafe schließlich zum Jesuskind finden. So wurde die Botschaft der Sternstunden auch in die Familien getragen.
Die Sternstunden zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll gemeinsame Zeiten der Besinnung im oft hektischen Schulalltag sein können. Sie schenkten Ruhe, Gemeinschaft und Vorfreude – echte Sternstunden eben, die vielen Kindern und Familien noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Text und Bild: B. Wittmann